Aktuelles

Verschiebung des Ruandatages 2020

Nachfolgend möchten wir Ihnen die Mitteilung des Ministerium des Inneren und für Sport, Ruanda-Referat zur Absage des Ruandatages 2020 zur Kenntnis geben.

„Liebe Aktive der Partnerschaft,

vor dem Hintergrund des Corona Virus müssen wir den, für den 6. Juni in Mainz geplanten Ruanda Tag leider vorerst absagen.

Ob, wo und wann wir ihn in diesem Jahr veranstalten können, ist noch völlig offen. Der Ruanda Tag ist für uns immer eine schöne Gelegenheit,  mit Ihnen allen ins Gespräch zu kommen, doch nun hat der Schutz vor dem Virus oberste Priorität. Die Corona-Krise hat nicht nur Rheinland-Pfalz, sondern auch unser Partnerland Ruanda fest im Griff. Auch wenn es dort bislang noch vergleichsweise wenig Infizierte und diese auch nur in Kigali gibt, so unternimmt die ruandische Regierung doch erhebliche Anstrengungen, um die Ausbreitung des Virus zu unterbinden.In den vergangenen Tagen wurde der Reiseverkehr innerhalb Ruandas stark beschränkt, von der Benutzung der Busse wird abgeraten. Die Menschen sollen möglichst zu Hause bleiben. Wie auch bei uns wurden in Ruanda nun alle Schulen und Universitäten geschlossen. Auch das rheinland-pfälzische Koordinationsbüro arbeitet nur noch sehr eingeschränkt mit reduziertem Personal. Nur die nötigsten Maßnahmen (z.B. die Auszahlung von Geldern) können vorgenommen werden. Das Büro ist für Besucher geschlossen. Ich bitte Sie daher um Verständnis, dass die Projekte in Ruanda derzeit nur verzögert in Angriff genommen bzw. durchgeführt werden können. Wir haben eine Fürsorgepflicht für die Mitarbeiter vor Ort und sollten auch die ruandischen Behörden in ihrem Bestreben unterstützen, die Bevölkerung vor dem Virus und seiner weiteren Ausbreitung zu schützen.

Das gesamte Ruanda-Referat im Ministerium des Innern und für Sport arbeitet derzeit im Homeoffice.

Wir sind aber nach wie vor unter den gewohnten Telefonnummern und E-Mail Adressen für Sie erreichbar.

 Es grüßt Sie herzlich und bleiben Sie alle gesund

Ihr Ruanda Referat“

Regelungen zum Geschäftsbetrieb des Partnerschaftsverein Rheinland-Pfalz/Ruanda e. V.

Nachfolgend möchten wir Ihnen die Mitteilung des Partnerschaftsverein Rheinland-Pfalz / Ruanda e. V. zu den Regelungen des Geschäftsbetriebes zur Kenntnis geben:

„Liebe Ruanda Engagierte,

aufgrund der aktuellen Entwicklung in Deutschland wie auch in Ruanda wird unsere Zusammenarbeit in den nächsten Wochen deutlich eingeschränkt sein. Wir gehen davon aus, dass auf jeden Fall bis Ende April mit  erheblichen Einschränkungen zu rechnen ist. Wie Sie sicher bereits gehört haben, ist der internationale Flugverkehr erheblich beeinträchtigt und es gibt keine Gewissheit über Flugpläne.

In Ruanda sind mittlerweile sieben Infektionsfälle mit dem Corona Virus aufgetreten, darunter ein deutscher Besucher, bei dem die Infektion erst in Ruanda ausgebrochen ist. Die allgemeine Situation in Ruanda ist ruhig, die Menschen gehen verantwortungsvoll mit den Anweisungen um. Eine große Kampagne zur Aufklärung der Bevölkerung ist im Gange. Die ruandische Regierung hat nun strenge Auflagen erteilt, die alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens betreffen. Die Tendenz geht dahin, dass das öffentliche Leben zunehmend eingeschränkt wird und nur noch die nötigsten Besorgungen außer Haus gemacht werden dürfen. Wir sind angehalten, diese Vorgaben einzuhalten.

In Absprache mit Frau Gruber haben wir uns auf der Arbeitsebene entschlossen folgende Maßnahmen durchzuführen:

  • Unser Büro in Kigali bleibt bis auf weiteres für Besucher geschlossen. Nur in dringenden und begründeten Fällen werden Besucher empfangen. Ruandische Bürger können jedoch noch dringende Geldzuweisungen aus unserem Büro erhalten. Ein Großteil der Mitarbeiter*innen bleibt vorerst zu Hause, da auch das Benutzen der öffentlichen Verkehrsmittel eingeschränkt ist. Wir haben eine Notbesetzung aus Katja Gruber, Sandrine Kamaliza, Jean-Claude und Siméon, einem Fahrer und wechselweise einem Bauingenieur. 
  • Wir werden Anfang April wie gehabt eine Mittelanweisung nach Ruanda tätigen – allerdings werden nur Mittel in Ruanda freigegeben, die absolut notwendig sind (Schulgebühren etc.).
  • Wir können im Moment keine Besucher im Rahmen von Projekten begleiten. Reisen und Fahrten in Ruanda sind erheblich eingeschränkt. Feldfahrten für unsere Mitarbeiter*innen sind nur in Ausnahmefällen möglich.
  • Die Aktivitäten werden bis auf das notwendigste heruntergefahren. Laufende Projekte werden, soweit dies möglich ist, weitergeführt, neue Projekte, die eine Ermächtigung erhalten haben jedoch vorerst nicht angestoßen.
  • Die Weltwärtsfreiwilligen kommen vorerst in unserm Büro unter. Frau Gruber ist mit den Entsendeorganisationen in Kontakt.
  • Auch die Geschäftsstelle in Mainz wird nur eingeschränkt in den nächsten Tagen besetzt sein. Bitte eher Mails schreiben als anrufen. Hier in RLP gehen wir davon aus, dass die Krise mit den einhergehenden Einschränkungen und Absagen bis zu dem großen Sommerferien anhalten wird.

Ich möchte auch darauf hinweisen, dass die belgische Botschaft aufgrund von einem Verdachtsfall bis auf weiteres ebenfalls geschlossen ist. Es können zurzeit keine Visaanträge bearbeitet werden. Reisen nach und von Ruanda sind für die nächsten Wochen und eventuell Monate gar nicht oder nur in besonderen Fällen möglich und wünschenswert.

Ich bin in engem Kontakt mit der Büroleitung. Frau Gruber wiederum stimmt sich mit den deutschen EZ Organisationen wie der Deutschen Botschaft ab.

Ich werde Sie / euch weiterhin auf dem Laufenden halten.

Mit besten Grüßen
Michael Nieden
Leiter der Geschäftsstelle
Verein Partnerschaft Rheinland-Pfalz / Ruanda“

27 Jahre nach meinem BWL-Studium an der Universität Trier hatte ich die Ehre und Chance, vom Ruanda Komitee Trier (RKT) zur Teilnahme am diesjährigen Ruandatag in Trier eingeladen zu werden. Ansonsten war ich zwischenzeitlich schon mal in Holzheim bei Diez, in Speyer und in Mainz gewesen, aber nie mehr in Trier.

Die Einladung habe ich mit viel Freude angenommen; vom Partnerschaftsbüro Kigali und vom Innenministerium in Mainz wurde diese begrüßt und genehmigt.

Das Besuchsprogramm vom 14. bis zum 23. September war vielfältig und bot mir eine gute Gelegenheit, die Mitglieder des RKT-Vorstandes und dessen Arbeit persönlich und auch auf einer Vorstandssitzung am 17.9. kennenzulernen. Weiterhin konnte ich 2 Partnerschulen (Moseltal Realschule plus Trier, Thomas-Morus-Gymnasium Daun) besuchen und die Schüler*innen über unsere gemeinsame Arbeit im Partnerschaftsbüro und in den Projekten in Ruanda informieren.

Besuch des Thomas-Morus-Gymnasiums in Daun: sehr nette und freundliche Aufnahme (links der Schulleiter, Herr Christoph Susewind)

Ein Zusammentreffen mit Herrn Böhm vom Verein „Handwerk hilft e.V.“, hatte zum Ziel, Informationen über dessen Aktivitäten zu erhalten und zusammen mit Herrn Prof.  Dr. Hornetz die weitere Zusammenarbeit mit dem Ruanda Komitee Trier e.V. zu diskutieren.

Einer der unvergesslichen Höhepunkte des Aufenthaltes war die Teilnahme am diesjährigen Ruandatag, der am 21. September 2019 auf dem Domfreihof in Trier stattfand.

Ruandatag: Brigitte Nyampundu (Mitarbeiterin im Partnerschaftsbüro Kigali), Innocent Sahinkuye (Mitte), Vertreter der Pallottiner Haus Wasserburg in Vallendar
Begegnung am Ruandatag mit Herrn Rudolf Fischer, ehemaliger Leiter des Partnerschaftsbüros Kigali, und seiner Frau (2. von rechts)

Der Besuch der alten römischen Kaiserstadt Trier wäre aber nur unvollständig gewesen, wenn ich nicht die Gelegenheit gehabt hätte, die wunderschöne und südländisch anmutende Stadt mit ihren Sehenswürdigkeiten und Menschen zu genießen.

Vor der weltberühmten Porta Nigra in Trier
An der Mosel

Ganz herzlich bedanke ich mich beim Ruanda Komitee Trier für die großzügige Einladung und für die freundliche Aufnahme in Trier. Dabei gilt mein besonderer Dank Herrn Prof. Dr. Berthold Hornetz, dem Vorsitzenden des Ruanda Komitee Trier e.V., und seiner Frau Gaby.

Kigali, 10. Oktober 2019
Siméon Habumugisha, Koordinationsbüro Kigali

 

Seit 1982 besteht zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda eine Partnerschaft. Zur Würdigung dieser besonderen Beziehung findet jährlich in einer rheinland-pfälzischen Stadt der Ruanda-Tag, dieses Jahr am 21. September 2019 in Trier auf dem Domfreihof (Anfahrtsskizze), statt. Das Fest wird um 10:30 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst eröffnet. Neben dem Innenministerium des Landes Rheinland-Pfalz, der Stadt Trier und dem Landkreis Trier-Saarburg als Ausrichter der Veranstaltung sind verschiedene Organisationen und Vereine mit ihren Info-Ständen und Programmen vertreten. Wir laden Sie hiermit recht herzlich ein, mit uns und unseren Freunden aus Ruanda diesen Tag gemeinsam zu feiern.

Das vollständige Rahmenprogramm des Ruandatages 2019 können Sie hier einsehen oder herunterladen.

 

Auf Einladung von Frau Mirjam Abdi, Schulleiterin der Grundschule Mehring, fand am 13. Mai 2019 die Übergabe der im Rahmen des 11. Laufes für Ruanda von den Schülerinnen und Schülern der 1. bis 4. Klasse erlaufenen Spende an Herrn Prof. Dr. Hornetz (Vorsitzender des Ruanda Komitee Trier e. V.) in Mehring statt.

Die ca. 70 Kinder der Grundschule brachten die beachtliche Summe von 1.533,50 Euro zusammen. Herr Hornetz bedankte sich ganz herzlich für diese großartige Spende und brachte als kleines Dankeschön neben T-Shirts und Tassen einen einstündigen Vortrag mit, in dem er anhand von eigenen Videosequenzen und Bildern vor allem über den Schulalltag an ruandischen Grundschulen berichtete sowie über die Aktivitäten des Ruanda Komitees Trier im Partnerland, die aus den Spendenmitteln finanziert werden. Die Kinder, Lehrerinnen und die anwesenden Eltern bedankten sich für die Informationen und versprachen, nächstes Jahr wieder am Lauf für Ruanda mitzumachen und ihren Teil an der Moselstrecke von Trier nach Bernkastel-Kues abzudecken.

Am 17. April 2019 (Mittwoch vor Ostern) fand der diesjährige Benefizlauf für Ruanda unter Beteiligung von 8 Schulen sowie 2 sozialen Einrichtungen aus dem Raum Trier statt. Insgesamt liefen, skateten und radelten die ca. 670 jungen Leute der IGS Morbach, der Realschulen Plus Trier-Ehrang und Neumagen-Dhron, der Grundschulen Gusterath, Mehring und Zeltingen-Rachtig, der Förderschulen Burg-Landshut und Rosenberg aus Bernkastel-Kues sowie die Gruppen der Erstaufnahmestelle Trier (Dasbachstrasse) und des DRK-Sozialwerkes Bernkastel-Kues eine etwa 57 km lange Strecke entlang der Mosel von Trier bis nach Bernkastel-Kues.

Der Start fand um 9.00 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz in Trier statt. In Vertretung des ADD-Präsidenten Herrn T. Linnertz begrüßte Herr R. Leibold, Abteilungsleiter Schulen bei der ADD, die zahlreichen jungen Leute mit ihren Begleiterinnen/ern sowie den Organisator des Laufes, Herrn A. Huhn, und Herrn Prof. Dr. Berthold Hornetz, den Vertreter des Ruanda Komitees Trier (Veranstalter). Anschließend überreichte er das aus Ruanda stammende Staffelholz an eine der teilnehmenden Schülerinnen. Und los ging es !

Nach 11 Etappen erreichten die ersten Läuferinnen und Läufer pünktlich um 15.10 Uhr das Ziel an der Sparkasse Mittelmosel in Kues.

Dort wurden sie von zahlreichen Zuschauerinnen/ern und Gästen empfangen; nach einer ersten Stärkung mit Getränken und Essen wurden sie offiziell vom Repräsentanten der Sparkasse, Herrn E. Schermann, Herrn L. Wächter von der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues und Herrn A. Huhn begrüßt. Prof. Dr. B. Hornetz dankte den jungen Leuten, ihren Begleitpersonen, Herrn Huhn sowie den Repräsentanten der Sparkasse und der Verbandsgemeinde für die wertvolle Unterstützung bei der Durchführung des Laufes.

Er wies in seiner Ansprache besonders auf die Verwendung der beim Lauf eingesammelten Gelder für den Neubau des 1. Abschnittes der Groupe Scolaire in Mushongi/Rulindo hin, jene Schule, die 1985 mit Spendengeldern des Ruanda Komitee Trier als einer der ersten Schulen im Rahmen der Partnerschaft errichtet worden war –diese ist mittlerweile „in die Jahre“ gekommen und muss ersetzt werden. In der vergangenen Woche konnte so bereits ein Betrag in Höhe von fast 12.000 Euro zusammen mit dem Zuschuss des Landes Rheinland-Pfalz (ca. 45.000 Euro) nach Kigali überwiesen werden. Damit können die Bautätigkeiten unter der Bauleitung des Jumelage-Büros vor Ort beginnen. 

Allen nochmals ein herzliches „Asante sana“ !