Corona-Hilfe für Ruanda

Die Ende Mai gestartete Spendenaktion „Corona-Hilfe Ruanda“ zur Unterstützung der beiden Partnerschulen APECAS in Muyunzwe/Südprovinz und APEFE in Gisenyi/Westprovinz zusammen mit dem Thomas-Morus-Gymnasium Daun erbrachte die erfreuliche Summe von fast 6.000 Euro. Eine größere Einzelspende wurde dabei von der in Trier ansässigen Carl-Theodor-Leyendecker-Stiftung getätigt. Diese Mittel konnten vor allem für die Finanzierung der Lehrer*innengehälter der beiden Schulen eingesetzt werden, wofür das Ruanda Komitee Trier und das Thomas-Morus-Gymnasium Daun Ende Mai insgesamt 18.500 Euro zur Verfügung stellten. Wie beide Schulleiter vor Ort bestätigen, konnten die Mittel rechtzeitig dank der Mithilfe unseres Freundes Siméon Habumugisha über das Jumelage-Büro in Kigali in voller Höhe transferiert werden, sodass Anfang September der Schulbetrieb an den beiden Standorten mit dem bewährten Personal weitergehen kann (das Dankesschreiben des Schulleiters von APECAS können Sie hier einsehen). Weiterhin haben wir die Aktion „Corona-Hilfsfonds Ruanda“ des Partnerschaftsvereins Rheinland-Pfalz/Ruanda e.V. mit 2.500 Euro Anfang Mai unterstützt; aus diesem Fonds werden ebenfalls die in der „Lockdown-Phase“ fehlenden Personalkosten besonders betroffener Privatschulen im Partnerland finanziert. Bei allen Spendern*innen möchte ich mich auch im Namen des Vorstandes des Ruanda Komitees ganz herzlich bedanken.

Ruanda Komitee Trier e. V.
Prof. Dr. Berthold Hornetz
(1. Vorsitzender)

Nachruf Gerhard Schwetje

Das Ruanda-Komitee Trier trauert um sein langjähriges Vereinsmitglied Gerhard Schwetje.
Gerhard Schwetje gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Ruanda Komitee Trier im Jahre 1982 und war dem Verein mit Rat und Tat verbunden.
Mit ihm verliert der Verein einen Förderer für die Belange der Menschen in Ruanda. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Ruanda Komitee Trier e. V.
Prof. Dr. Berthold Hornetz
(1. Vorsitzender)

Ruandatag 2019 mit südländisch-afrikanischem Flair !

Der Termin für den diesjährigen Ruandatag hätte kaum besser gewählt sein können: Nicht nur, dass der Tag, der 21.9., fast die gleiche Länge hatte wie die Tage im Partnerland (23.9.  =  Zeitpunkt der Tag- und Nachtgleiche), auch die Temperaturen im Rund des Domfreihofes erreichten am Nachmittag das Niveau der tropischen Hochländer von Ostafrika !

Gerne vergaß man die kühle Frische des Morgens im Schatten des mächtigen Kathedralenkomplexes (Dom und Liebfrauenkirche) und in der Verlängerung der Windstraße, aus der (nicht nur an diesem Tage) infolge lokalklimatischer Besonderheiten ein kontinuierlicher Luftstrom auf den Platz und weiter durch die Sternstraße Richtung Hauptmarkt blies. So fand der von den beiden großen Religionsgemeinschaften gut gestaltete und von einem Trierer Gospelchor würdevoll eingerahmte ökumenische Gottesdienst eine Menge von interessierten Zuhörern*innen – den Versöhnungsprozess in Ruanda ebenso thematisierend wie Fragen des Klimawandels und der Entwicklungszusammenarbeit.

Die Eröffnung der Veranstaltung und die anschließende Talkrunde der eingeladenen Politiker und Vereinsfunktionäre brachten, auch dank der souverän agierenden Moderatorin, gute Statements und Beiträge.

Die Lage sowie die Verweilmöglichkeiten und natürlich die vielen, liebevoll dekorierten und gestalteten Stände der Ruanda-Aktiven mit afrikanischen Motiven verliehen dem Platz ab Mittag eine bunte Vielfalt und ein besonderes Flair, auch dank der aus allen Kontinenten, vor allem Afrika, angereisten Menschen  – viele von ihnen folgten auch aus Neugierde vom Hauptmarkt und der Simeonstraße aus, erforschend, was vom Domfreihof so stimmungsvoll herüberklang.

Mit der für Trier und die Trierer Bevölkerung so typischen Art des gemütlichen Schlenderns, entspannten Palaverns und Genießens erhielt der Platz am Nachmittag nochmals eine besondere stimmungsvolle Note, die selbst durch das regelmäßige Schlagen der gewaltigen Turmglocken der ältesten Bischofskirche nördlich der Alpen zu definierten Uhrzeiten kaum gestört wurde.

Dem von der Septembersonne verspielten Ambiente draußen auf dem Platz entsprachen im herrschaftlichen Palais Walderdorff die das Land Ruanda, seine Entwicklung und Menschen sowie Entwicklungsprobleme differenziert und profund analysierenden Vorträge von Prof. Dr. Peter Molt (download hier) und Dr. Gerd Hankel – auf höchstem Niveau wurden Fakten und Argumente ausgetauscht und den zahlreichen und interessierten Zuhörer*innen präsentiert.

Das Rahmenprogramm darf nicht unerwähnt bleiben und war mit Hochkarätern aus der ostafrikanischen Trommler- und Performanceszene sowie einem abschließenden ruandischen Film im Broadway-Kino gespickt.

Fazit: Ein sehr gelungenes Fest mit vielen Highlights und für die Aktiven eine lohnenswerte und zutiefst befriedigende – da wertschätzende – Vorstellung ihrer Aktivitäten in dem kleinen Partnerland.

(von Prof. Dr. Berthold Hornetz, Ruanda Komitee Trier e.V.)

(Presse Kreisnachrichten)

Nachruf Helmut Scherf

Asante sana, rafiki! (Vielen Dank, Guter Freund)

Das Ruanda Komitee Trier e. V. trauert um Helmut Scherf

*27.09.1938 +20.04.2018

Helmut Scherf war Gründungsmitglied des Ruanda Komitee Trier e.V. im Jahre 1982 und prägte den Verein als Vorsitzender bis heute über mehr als 27 Jahre. Er vertrat die Interessen des Komitees im Vorstand des Vereins Partnerschaft Rheinland-Pfalz/Ruanda e.V. in Mainz und war verantwortlich für die Acquirierung von Projektmitteln sowie für die Kontakte mit den zahlreichen Partnern und Spendern in der Region Trier und in Deutschland sowie den Mitarbeitern des Partnerschaftsbüros des Landes Rheinland-Pfalz in Kigali/Ruanda.

Als Architekt lagen ihm besonders die Planung und der Bau von Bildungseinrichtungen am Herzen, hier vor allem Berufsbildungszentren wie z.B. das APABENA-Zentrum für Kriegswaisen in Kigali, das APECAS oder das VTC Mushongi, aber auch landwirtschaftliche Zentren wie die Viehzuchtkooperative in Mushongi – alles unter den Aspekten der Nachhaltigkeit und Unterstützung der durch Krieg, Hunger und Krankheiten besonders betroffenen Bevölkerungsgruppen wie Kinder und Frauen. Die Berufsausbildung der jungen Menschen war für ihn immer einer der Schlüssel zur Bewältigung der Zukunftsaufgaben des kleinen ostafrikanischen Landes.

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